Hi all!
Hier der erste Bericht, den ich bisher noch schuldig geblieben bin: "Chicago - Detroit - Niagara Falls - Toronto - Buffalo - Chicago".
Chicago
Also... vor langer langer Zeit haben sich 3 unerschrockene Macomb-Studenten (Raja, Ryan, Jan) mit dem Zug auf den Weg nach Chicago gemacht mit dem Hauptziel, ein Cubs-Spiel (Baseball) anzuschauen. Selbst die einschläfernden Erfahrungen vor dem Fernsehbildschirm haben sie nicht von diesem mutigen Schritt abgehalten, da Baseball schließlich die Sportart Nummero Uno in den USA ist und deswegen muss ja irgendwas daran toll sein.
Wir hatten wieder ein nettes Hotel downtown. Hier in den USA gibt es diverse Internetseiten, bei denen Hotelzimmer versteigert werden oder man biete einen Preis bis irgendein Hotel den Preis akzeptiert oder so Scherze. Dadurch gibt es fast immer ne Möglichkeit, recht günstig an ein gutes Hotelzimmer zu kommen. Hier der Blick aus dem Hotel:


Danach sind wir dann ein bisschen durch die Stadt geschlendert und in die Art Gallery. Eine ganz coole Sache in der Stadt ist die folgende Spiegelbohne. Eigentlich war die schon fertig, als Björn und ich vor zehneinhalb Monaten zum ersten mal in Chicago gelandet sind. Allerdings hatte sie jemand mit Farbe besprüht (soweit ich weiß) und deswegen war sie zu der Zeit verhüllt. Dieses Spiegelgebilde steht im Millennium Park und man kann quasi die ganze Skyline daran sehen.




Dann haben wir und mit Josef AKA Seppi AKA Sepp und Nicki, nem Freund von ihm aus Deutschland, getroffen und dann gings los zum Spiel. Die Cubs sind eine von zwei Baseball-Teams in Chicago. Das zweite Team, die White Sox (glaube ich *g*) haben letztes Jahr die Meisterschaft errungen. Trotzdem sind die Cubs nach wie vor das beliebtere Team - so ne Art Kultteam. Die Spieler haben z.B. aus Tradition keine Spielernamen auf dem Rücken stehen etc. Vor und nach dem Spiel sind wir in Bars neben dem Stadion.





Die Cubs haben gewonnen. Eines der gaaaaaaanz wenigen Spiele in dieser Saison. Allerdings nicht sehr hoch. 4:1 wenn ich mich richtig erinnere. Nunja, es war ne Erfahrung wert aber langweilig finde ich es immernoch

Wenigstens weiß ich jetzt, wie das Spiel funtioniert...
Detroit
Am nächsten morgen sind Seppi, Nicki und ich dann mit Seppis Wagen AKA Amischlitten AKA Lincoln Towncar nach Detroit aufgebrochen. Dort ist ein richtig cooles Museum, das Ford-Museum. Sehr zu empfehlen! Wenn man zufällig mal in der Nähe von Detroit ist, sollte man da unbedingt reingehen

Die Hauptthemen waren Unabhängigkeit/Gleichberechtigung (Independence Day, Frauenrechte,...), Autos, Industrie, Fliegen und... eine Sonderausstellung zu Baseball (aber die ist ja wahrscheinlich schon nicht mehr da *g*)



Und dann mein persönliches Highlight der Reise - NBA Playoff-Spiel: Detroit Pistons vs. Cleveland Cavaliers in Detroit. Das war das Spiel, das Cleveland in Detroit gewonnen hat. Detroit ist der NBA-Meister des letzten Jahres und bei den Cavs spielt LeBron James. Und der hat an dem Abend unglaublich gespielt und das Spiel mehr oder weniger alleine gewonnen. Es war ein recht enges Spiel und die Stimmung war richtig gut. Kein Vergleich zu Baseball

Basketball ist richtig cool








Niagara Fälle
Nach dem Spiel haben wir dann erstmal ca. 50 Minuten auf dem völlig Chaotischen Parkplatz gewartet bis wir rausgekommen sind. Dann gings in Richtung Kanada und Niagara Fälle. Der Plan war, irgendwo unterwegs in nem Motel abzusteigen und dort zu übernachten. Naja... im Endeffekt sind wir dann bis zu den Niagara Fällen durchgefahren wo wir so gegen 3:30 Uhr glaube ich angekommen sind. Ein sehr ereignisreicher Tag mit Autofahrt Chicago - Detroit - Museum - Basketball - Niagara Fälle (Kanada)

Die Idee durchzufahren hat uns dann auch noch ein nettes Erlebnis an der Grenze beschert. Seppi hat die Grenze schonmal überquert und da war es kein Problem - 2 Minuten und tschüss. 3 Jungs um 1 Uhr Nachts war dann wohl etwas auffälliger und sie haben das Auto durchsucht und die Pässe genau kontrolliert etc. Der ganze Spaß hat ca. 45 Minuten gedauert. Gab aber natürlich keine Probleme...
Die Niagara Fälle sind ein gigantisches Naturschauspiel. Das erste was wir gesehen haben war allerdings ein Las-Vegas-Verschnitt von Stadt (ich war zwar noch nie in Las Vegas aber dort muss es wohl ähnlich sein, nur viel größer), welche meiner Meinung nach mal überhaupt gar nicht zu den Niagara Fällen passt.


Die Stadt ist zum Glück nicht sehr groß und man sieht dann auf einmal auch schon ganz plötzlich die Fälle.


Diese kann man jetzt von tausend verschiedenen Perspektiven betrachten

Seppi hatte die "Hinter-den-Fällen-Perspektive" und "Vom-Turm-Nach-Untern-Schau-Perspektive" schon gemacht, als er das letzte mal dort war. Deswegen haben wir mit der "Von-Mittendrin-Im-Boot-Perspektive" angefangen.




Man wird ein bisschen Nass, aber es lohnt sich, weil man von unten einen viel besseren Eindruck von den gigantischen Ausmaßen der Fälle bekommt. Erst fährt man an den USA-Fällen vorbei (auf den oberen Fotos links) und dann gehts mittenrein in die Kanadischen Fälle. Da wir auf der kanadischen Seite waren konnten wir dann sozusagen auch direkt neben den kanadischen Fällen stehen. Das Wasser fließt da schon ganz schön schnell runter

Wir haben die "Hinter-den-Fällen-Perspektive" dann ausfallen lassen und Nicki und ich haben noch die "Vom-Turm-Nach-Untern-Schau-Perspektive" gemacht. Oben in dem Turm bekommt man dann auch noch ein paar nähere Informationen. Die amerikanischen Fälle sind 34 Meter hoch, 260 Meter breit, im Sommer fließen 11,35 Millionen Liter Wasser pro Minute und im Winter 5,66 Millionen Liter. Die kanadischen Fälle sind 52 Meter hoch, 670 Meter breit, im Sommer fließen 130,88 Millionen Liter Wasser pro Minute und im Winter 65,44 Millionen Liter.



Wir sind dann noch ins nahegelegene Niagara-On-The-Lake gefahren. Dieses kleine Städtchen hat den Ruf, die schönste Stadt in Kanada zu sein. Es ist wahrscheinlich zumindest die Stadt mit dem höchsten Altersdurchschnitt und wir haben den mit unserer Anwesenheit ganz schön gesenkt. Aber es ist wirklich ganz schön dort. Fast noch cooler fand ich allerdings die Fahrt dirthin mit ziemlich viele Aussichtspunkten.


Als wir dann nach nem guten Essen und ein bisschen Weinprobieren abends zurückgekommen sind, haben wir uns noch die beleuchteten Fälle bei Nacht angeschaut. Das beleuchten der Fälle ist zwar auch ein bisschen kitschig, hat aber zumindest ein bisschen Tradition. Zum ersten mal wurde das zu Ehren von irgendjemand gemacht (sorry - ich hab vergessen wer), der zu Besuch kam. An diesem Abend haben sie es dann zu Ehren von uns gemacht.
Tja, und dann... viel mehr ist irgendwie an den Fällen nicht zu tun. Wenn man sie gesehen hat, hat man sie gesehen

Seppi und Nicki sind am nächsten Tag nach New York aufgebrochen. Da ich dort schon war und es auch recht teuer dort ist hatte ich beschlossen in Kanada zu bleiben und mich auf den Weg nach Toronto zu machen. Eigentlich hatte ich geplant am nächsten Tag nachmittags um 5 mit dem Zug aufzubrechen. Da aber das Programm an den Fällen erschöpft war, habe ich den Zug morgens um 6:irgendwas Uhr genommen.
Toronto
Nachdem sich unsere anfängliche 3er-Gruppe also kurzzeitig auf 5 vergrößert hatte und dann wieder zu 3 geschrumpf war, hieß es jetzt Jan-Allein-In-Toronto. Ich hatte kurz vor abfahrt ein Hostel in Toronto gebucht und habe das dann erstmal aufgesucht, um meinen Koffer loszuwerden. Das Hostel war nicht supertoll, aber zum schlafen okay und einigermaßen zentral.
An diesem Mittag war dann auch direkt super Wetter. Deswegen habe ich beschlossen die Gelegenheit zu nutzen und gleich mal auf den CN-Tower zu gehen. Die höchste Aussichtsplatform weltweit. Und die Sicht war ziemlich cool






... hier hatte ich dann aufgehört zu bloggen und etwas mehr als ein Jahr später gibts weiter oben dann die Forsetzung dieses Berichtes