Sooooooooo... wie versprochen kommen die restlichen Geschichten natürlich noch
Nachdem der Fabi heute meinen Bericht aus New York gebraucht hat, hab ich ein bisschen in meinen alten Berichten geschmökert. Und des hat zu dem Entschluss geführt, mal noch ein bisschen in meinen Erinnerungen zu kramen und die restlichen Berichte fertig zu schreiben.
Ich war also in Toronto angekommen (siehe vorheriger Bericht). Momentan befinden wir uns noch am ersten Tag... Nach dem Tower bin ich einfach noch ein bisschen rumgelaufen. Abends war dann ein Basketballspiel. Mavs vs. Spurs. Viertelfinale Playoffs. Nach ewigem Suchen und Rumfragen habe ich dann ne Sportsbar gefunden. War gar nicht so einfach in Kanada, weil die dort eher Eishockey-Verrückt sind und Basketball nur am Rande interessiert. In der Sportsbar waren dann alle Plätze besetzt und es waren auch nur 2 TVs, auf denen Basketball lief, während auf den 30 anderen Bildschirmen Eishockey flimmerte. Das waren so 4er-Sitzblöcke mit jeweils eigenem Fernseher. Ich hab dann einfach zwei Jungs die Basketball geschaut haben gefragt, ob ich mich dazusetzen kann. Waren auch Mavs-Fans aus den USA und es wurde ein sehr cooler Abend. Nur die Mavs haben leider verloren...
Nächster Tag... mir tun heute noch die Füße weh, wenn ich dran denke

Ich bin zu diversen Gebäuden gelaufen und hab einfach ein bisschen die Kultur in Toronto auf mich wirken lassen. Hier ein paar Pics davon:





Ein kleiner Höhepunkt war dann die Villa "Casa Loma" von Sir Henry Pellatt, der in Saus und Braus gelebt und ein riesen Gebäude gebaut hat. Bzw. geplant hatte. Es ist nie ganz fertig gestellt worden, weil ihm das Geld ausgegangen ist. Nach heutigen Standards wäre es einige hundert Millionen wert. Ewig viele Schlafzimmer, ein eigenes Schwimmbad, ein Museum und was weiß ich was da noch alles drin war *g*




Abends hab ich mich mit Janice und Freunden von ihr getroffen. Janice war Austauschstudentin in Mannheim und "Buddy" von Oli, einem Freund von mir in Mannheim. Irgendwie hatte sie meine Toronto-Ankündigung in meinem Blog gesehen und mich kontaktiert. War ein schöner Abend mit ein paar Bars
Der nächste Tag war dann "Museums-Tag"

Erst war ich im Ontario Science Centre. Dort wars ganz okay - viele interaktive Sachen, die man machen konnte. Einige davon echt interessant - viele allerdings hauptsächlich für Kids. Danach war ich in nem stinklangweiligen Museum (siehe erstes Foto), dem Royal Ontario Museum, und dann gings in die Basketball Hall of Fame, was ich ziemlich cool fand

Für die absoluten Top-Stars gibt es eigene Vitrinen mit Schläger und Shirts usw. In der eigentlichen Hall of Fame sind dann alle auf ner eigenen Glasplatte nebeneinander aufgehängt . Das erinnert mich auch dran, dass ich in den ganzen Museen und wo auch immer ich war immer mal wieder Leute angesprochen hatte, weil mir alleine ein bisschen langweilig wurde. War dadurch echt interessant, weil man immer wieder neue Geschichten erzählt bekommt



Abends war wieder sehr nett. Basketball. Siebtes Spiel in der Best of Seven Serie. Gleiche Sportsbar. Richtig aufgeregt

Die Mavs mussten auswärts ran, nachdem sie im 6. Spiel zu Hause den Matchball vergeigt hatten. Diesmal hat es sich ergeben, dass ich an einem Fernseher mit Mutter und (sehr hübscher) Tochter saß - aber diesmal keine Mavs-Fans, sondern Spurs Fans. Und ich weiß noch ziemlich genau, wie das Spiel war... Erst haben die Mavs nen 20-Punkte-Vorsprung rausgespielt und ich hab einen Spruch nach dem anderen abgelassen. Aber dann.... uiuiuiuiuiui... kamen die Spurs wieder ran und haben dann in der letzten Minute zum ersten mal die Führung übernommen. Mit 3 Punkten. Da war was los auf der anderen Seite des Tischs

Dann kam aber Nowitzki... 2 Punkte + Foul! 3-Punkte-Spiel. Puh! Overtime. Oh leck... Und dann dort ein recht klarer Sieg der Mavs! Yeah. Da war was los auf meiner Seite des Tischs

Und die liebe Mama auf der anderen Seite hat mir dann mein Essen und die geschätzten 100 Bier (ja, so ein Spiel ist lange und außerdem hatte es ja Overtime) bezahlt. Yeah!
Und schwupps war der letzte Toronto-Tag. Die Sachen vom CityPass hatte ich bis auf den Zoo alle erledigt. Mir stand aber der Sinn mehr nach relaxen und daher hab ich mir nen sehr entspannten Tag gemacht und bin mit ner Fähre auf so ne grüne Insel gefahren. Keine Autos. Nur Fahrrad und Fußgänger. Das Hinkommen hat sich schwieriger gestaltet als erwartet, weil ich nur noch ca. einen kanadischen Dollar hatte. Eigentlich kann man ALLES mit Kreditkarte zahlen. Nur diese blöde Fähre hat 1,70 gekostet und man konnte nicht mit Karte zahlen. Ich hab dann erst ne halbe Stunde nach was gesucht, wo ich mein Geld wechseln kann. Die ganzen Wechselstuben hatten aber zu und in den Hotels konnte man nur aufs Zimmer schreiben lassen, was sich bei mir etwas schwierig gestaltet hat, weil ich ja nicht in nem Hotel war. Mein Hostel war ein bisschen weit weg. Also halt doch abheben und die Gebühren bezahlen. *grummel* Auf der Insel hab ich dann den ganzen Tag verbracht, bin ein bisschen rumgelaufen, hab ein bisschen gelesen und die Aussicht genossen. Und die war echt cool von einigen Flecken!





Soweit zu Toronto.... Am nächsten morgen gings mit dem Zug zurück nach Macomb. Allerdings war der Fahrplan so, dass ich in der nähe von Buffalo mittags ankam und erst irgendwann um 23 Uhr oder so weiter gefahren bin. Das doofe war allerdings, dass das nicht Buffalo Downtown war, sondern ziemlich weit weg. Also wieder rumfragen, wie ich nach Buffalo komme. Irgendwo in der Nähe war dann eine Bus-Station. Da bin ich einfach mal in den nächstbesten Bus gestiegen und hatte Glück - er hat mich tatsächlich nach Buffalo gebracht.
Buffalo
Problem war nur, dass ich keinen Plan hatte, was ich dort jetzt machen soll

Also erstmal ein bisschen rumgelaufen. Zuerst bin ich über das Baseball-Stadion gestolpert. Und irgendwann kam ich zu nem alten Kriegs-Schiff, das als Ausstellungsschiff vor Anker lag. Da bin ich dann direkt mal drauf. Nachdem ich ein bisschen rumgelaufen war, ist mir ein Ehepaar entgegen gekommen und wir sind irgendwie ins Gespräch gekommen. Dabei hat sich rausgestellt, dass der Mann auf dem Schiff gedient hatte. Es war zu der Zeit (in den 60ern) das Paradeschiff, das immer vorne weg fuhr, wenn die Flotte in einen Hafen eingelaufen ist. Deswegen musste immer alles blitzblank geputzt sein etc. Er war zum ersten mal wieder auf dem Schiff und hat seiner Frau alles gezeigt. Ich hab dann gefragt ob ich mich anschließen könnte und bin so zu ner kostenlosen und perfekten Schiffsführung gekommen. Seine Frau war übrigens an dem Rekord-Fallschirmsprung beteiligt, bei dem ewig viele Springer sich aneinander im freien Fall festgehalten hatten. Aber zurück zum Schiff

Er war auf jeden Fall hin und weg und hat uns gezeigt, was früher anders war und hatte natürlich ganz viele Geschichten zu erzählen, z.B. wie er durch Connections in die Kommandokabine gekommen ist etc. Wir haben uns dann so vertieft, dass der Schiffseingang abgeschlossen war, weil zu war

Also war Zaun-Klettern angesagt. Wir haben es aber alle gemeistert, ohne ins Wasser zu fallen








Danach hab ich mir ein bisschen die Innenstadt angeschaut mit ewig vielen Kirchen und der City Hall.


Und dann wurde es Zeit, sich um die Rückfahrt zur Amtrak-Train-Station zu kümmern, weil ich keinen Plan hatte

Nach einigem Rumfragen hab ich dann nen Bus erwischt, der mich zu ner Mall in der Nähe gebracht hat. In der Mall bin ich dann erstmal noch ins Kino, weil dann doch noch ganz gut Zeit war. Dort hab ich während der Werbung mit zwei älteren Einheimischen gequatscht, die außer mir die einzigen in dem Kino waren und nochmal ein paar nette Stories erzählt bekommen. Außerdem hab ich erfahren, dass die Little Rock und die City Hall genau die zwei Sachen sind, die sie mir empfohlen hätten. Viel mehr gibts in Buffalo nicht zu sehen.
Nach dem Film und nem halbstündigen Fußmarsch war ich dann ne halbe Stunde vor Abfahrt zurück an der Train-Station. Und dann war ich auch wirklich genug rumgelaufen, so dass ich die Nacht im Zug relativ gut geschlafen hab.
Chicago
Irgendwann morgens kam ich dann in Chicago an und hatte dann wieder Zeit bis 18 Uhr, bis der Zug nach Macomb ging

Zum Glück war Roza zu der Zeit zu Hause in Chicago und hat mich abgeholt

Ich war zwar etwas zerknüllt, weil im Zug zu schlafen dann doch nicht das angenehmste ist - abgesehen davon, dass es dort auch keine Duschen gibt - aber doch erstaunlich ausgeruht. Wir sind dann in den recht bekannten Zoo in Chicago gegangen, der echt ganz cool war.



Dann sind wir noch zur University of Chicago gefahren. Ziemlich cooler Campus (und auch schweineteuer). Aber ja... nicht umsonst eine der besten Unis in den USA. Ja... und dann gings auch schon wieder zurück zur Amtrak Train Station und nach ca. 40 Stunden war meine Rückfahrt von Toronto in Macomb zu Ende
Macomb
Ryan war zum Glück in Macomb und konnte mich dann auch vom Bahnhof abholen und zurück in Dons Haus fahren

Dort hab ich dann erstmal noch ne Woche relaxt, Sport gemacht, wir haben oft gegrillt und sind Abends gemütlich in ne Bar gegangen. Viel los war nicht - es waren schließlich Semesterferien und Macomb daher ziemlich ausgestorben.
Und dann ging die Mexiko-Reise los. Aber mehr dazu ein ander mal
Bis dahin...
Jan